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Allods Online

Wir schreiben das sechste Kapitel der 10.000-jährigen Geschichte des Planeten Sarnaut, der aufgrund einer großen, unerklärbaren Katastrophe in Tausende kleine im Astralraum schwebenden Inseln, den Allods, zerbrach: Es herrscht Krieg zwischen dem Imperium und der Liga – und mittendrin sind wir mit der Mission, uns ein Bild von dem neuartigen MMORPG “Allods Online” zu machen, das erst seit Ende des letzten Jahres im World Wide Web vertreten ist.

Das Abenteuer im unendlichen Astralraum, dem magischen Universum, beginnt für den Spieler ganz klassisch mit den Grundeinstellungen des eigenen Avatars: Liga oder Imperium, gut oder böse? Hier entscheidet sich bereits, auf welcher Seite man später im Spiel kämpft und welche Rassen für den Avatar möglich sind. Für die Liga stehen die Kanians, Elfen und Gibberlings zur Verfügung, das Imperium umfasst die Rassen Xadaganians, Arisen und Orks. “Allads Online” unterteilt die Rassen jedoch noch weiter in Klassen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten. So können die menschlichen Kanians eine Art Frontsoldat-Klasse “Champion” annehmen, aber auch “Kleriker”, “Magier” oder “Zauberer”. Sie alle unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten und Rüstungstypen. Ganz traditionell besitzt so die Elfenrasse vor allem magische Klassen, wie “Templer”, “Priester” oder “Dämonist”. Die Gibberlings, die im Übrigen an kleine plüschige Teddybären aus jüngster Kindheit erinnern, können die Klassen “Wächter”, “Jäger”, “Animist” und “Seher” annehmen. Als entsprechend hinterhältig erweisen sich dagegen die Kampfklassen des Imperiums: die menschenähnlichen Xadaganians verursachen – neben einem Zungenbrecher – erheblichen Schaden in den Klassen “Rächer”, “Verderber” oder “Mentalist”. Die Arisen, die an Zombies erinnern, besitzen beispielsweise die Klassen “Hexer” oder “Ketzer”; für die schlichtweg hässlichen Orks stehen die Kampfklassen “Grobian”, “Kopfjäger”, “Plünderer” und “Schamane” zur Auswahl.

Hat der Spieler das wirklich überdurchschnittlich breite Spektrum an individuellen Auswahlmöglichkeiten hinter sich gelassen, landet er mit seinem neu geschaffenen Avatar auf der Insel Evermeet, die eine Art Tutorial für Neuankömmlinge darstellt. Hier warten die ersten Aufträge und Missionen, die es zu meistern gilt, beispielsweise das Erlegen von einigen Tieren, aber auch Aufklärungsaufträge von bestimmten Gebieten oder Lieferungen an Mitspieler. Mit der Anzahl an Aufträgen folgt schließlich ein weiteres großes Feature von “Allods Online”: Das eigene Astralschiff.

Zwar ist der Verkehr zwischen den Allods auch über eine Art Fähre möglich, spätestens mit der Aufgabe sich in das Asteroid-Feld, die gefährlichste Region des Astralraums, zu begeben, ist die Erbauung eines eigenen Astralschiffes jedoch unausweichlich, da hier riesige Dämonen urplötzlich auftauchen gegen die ein einzelner Spieler machtlos ist. Gerade hier zeigt sich, dass “Allods Online” keineswegs für Einzelgänger gedacht ist – um in den Aufgaben voranzukommen und die höheren Levels zu erreichen braucht es Teamgeist, denn nur in Gruppen von bis zu zwanzig Mitspielern ist es möglich, die Kosten für ein solches Astralschiff zu tragen und dieses auch zu manövrieren. Für die Kommunikation zwischen den Spielern gibt es einen eigenen Chat bzw. Teamspeak. Und selbstverständlich wird so ein Schiff auch nicht von heute auf morgen gebaut, sondern vielmehr Produkt von einer langen Vorbereitungsphase, in der die spätere Crew viele Aufgaben erledigen muss, vom Sammeln von Material bis hin zur Planung und Gestaltung des Schiffes an sich. Denn auch hier zeigt “Allods Online” wieder eine seiner Stärken: die individuellen Möglichkeiten. Was bei “Runes of Magic” die eigene Wohnung ist, ist beim russischen Nival Online-Ableger das Astralschiff, das nach Vorbild von “Sims” von EA Games individuell gestaltet und eingerichtet werden kann. Ist das Astralschiff errichtet, muss die Crew wichtige Positionen belegen, wie die des Kapitäns, des Steuermanns oder des Schützen, denn mit dem Schiff lassen sich auch Schlachten im Astralraum gegen feindliche Astralschiffe austragen. Damit bietet “Allods Online” gleich drei Kampfsysteme: PvP bzw. Spieler gegen Spieler, wenn beispielsweise ein Krieger der Liga auf einen Ork des Imperiums trifft, PvE, bzw. Spieler gegen die Spielwelt, zum Beispiel wenn der Avatar auf einen Dämon trifft, und schließlich Schiff gegen Schiff.

Nicht nur im Erbauen des eigenen Astralschiffes ist Kommunikation notwendig, es lassen sich außerdem auch Gruppen von bis zu sechs Spielern bilden, die zusammen Missionen meistern oder gegen Gegner antreten. Schlachten können außerdem nicht nur im Astralraum auf Schiffen ausgetragen werden, sondern auch auf den Inseln, indem sich vier Gruppen zusammenschließen und somit bis zu 24 Spieler gegen Dämonen oder Feinde kämpfen. Doch “Allods Online” wird nicht ausschließlich von Missionen und Schlachtzügen dominiert, die Spieler haben zahlreiche Möglichkeiten, sich anderweitig in der proklamierten unendlichen Spielwelt zu beschäftigen. So kann der eigene Avatar auch bestimmte Berufe erlernen: Als Handwerk stehen Alchemie, Lederverarbeitung, Schmiedekunst und Schneiderei zur Verfügung, in der Kategorie Sammeln außerdem Kräuterkunde, Bergbau und Demontage. Die eigens angefertigten Produkte können entweder selbst verwendet oder aber im Auktionshaus versteigert werden. Gruppenaktivitäten sind in der Online-Welt ebenfalls möglich. Besonders amüsant erscheinen Gruppenspiele, in denen zwei Gruppen gegeneinander antreten, um beispielsweise “Goblinball”, eine Art Fußball, spielen, wobei der Ball ein Goblin ist, dem gehörig in den Allerwertesten getreten wird. Insgesamt zeichnet sich “Allods Online” also mit überdurchschnittlich entwickelten Sozialfeatures aus. Angelehnt an den Branchengiganten “World of Warcraft” gibt es bei “Allods Online” außerdem auch treue Begleiter, eine Art Haustiere, die sechs verschiedenen Klassen angehören, Aufmerksamkeit brauchen, ernährt werden müssen und auch in Levels aufsteigen können, indem sie ihre Fähigkeiten ausbauen. Einige dieser Begleiter-Klassen können sogar im Kampf nützlich sein.

In der grafischen Aufbereitung von “Allods Online” sind dann die 12 Millionen investierten Dollar zu erkennen, denn für ein völlig kostenfreies und dennoch so hoch entwickeltes MMORPG besitzt das Spiel eine einmalige Grafik, die stark an die von “World of Warcraft” erinnert und es sogar ermöglicht, einzelne Sandkörner in der Spielewelt zu bestaunen. Dennoch verlangt “Allods Online” keine übertrieben hohen Anforderungen an die Computer zuhause, damit das Spiel einwandfrei funktioniert.

Fazit: “Allods Online” bietet jede Menge für rein gar nichts, ganz im Gegensatz zu WoW oder anderen kostenpflichtigen Online-Browserspielen. Den russischen Entwicklern ist es gelungen, eine tolle Idee anstandslos umzusetzen und damit einen niemals endenden Spielspaß zu ermöglichen. Darüber hinaus bietet das Game zahlreiche Möglichkeiten über das Spielziel hinaus, die den Aufenthalt in der Online-Welt abwechslungsreich und niemals ermüdend machen, nicht zuletzt durch die unzähligen sozialen Interaktionsmöglichkeiten. Wer also ebenfalls die Pforte in den Astralraum um die Allods des Planeten Sarnaut beschreiten will, der findet bei uns auf Gamer-Site.de den Download. Der Flug mit dem Astralschiff dorthin ist gratis!

Allods Online | Download | OS: Windows

Spielebewertung

71
Spielspass 71%

2 Comments

  1. Free2Play Fan
    29. April 2010 at 18:15

    ein klasse Game und ansatzweise auch mit so manchen Retailtitel zu vergleichen! Für Fans aber auch Einsteiger noch der Hinweis, dass seit gestern ein Update erhältlich ist:

  2. Gamer
    19. Juli 2010 at 08:44

    Allods Online ist ein sehr geiles Spiel, auch wenn es nur eine Kopie von WoW ist, aber es ist kostenlos. Das Spiel kann ich nur empfehlen.

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